Philip Taaffe (1996)

Lupinus Culcidae (1996) | Philip Taaffe | Leihgabe der evn sammlung, Maria Enzersdorf |
Lupinus Culcidae (1996) | Philip Taaffe | Leihgabe der evn sammlung, Maria Enzersdorf | © Klaus Pichler

Material: Mischtechnik auf Leinwand. Größe: 197 × 168,5 cm
*1955 in Elizabeth, New Jersey, USA; lebt und arbeitet in New York City und West Cornwall, Connecticut, USA
Leihgeberin: evn sammlung, Maria Enzersdorf, Österreich

Das große hochformatige Tafelbild Lupinus Culcidae von Philip Taaffe ist in mehreren einander überlagernden opaken Schichten angelegt. Zu sehen sind sich wiederholende Blattformen, gedruckt in schlichten, warmen Grüntönen. Vereinzelt blitzen blaue und orangefarbene Farbstreifen durch, die das erdige Farbspektrum durchbrechen. Abstrakt und ungegenständlich sind die Formen dennoch keine Ornamente. Für jede seiner Schaffensphase hat der Künstler spezifische Arbeitsprozesse und Raumsituationen entwickelt. (1) (2) In seinem 10.000 qm großen Studio in New York arbeitete Taaffe in den 1990er-Jahren mit den Bildträgern am Boden (3). Die Großformate – zum Teil bis zu 480 cm breit – waren dabei exakt geplant. Philip Taaffe arbeitet intensiv mit Farbe und Farbträgern, experimentellen Druckverfahren und Motiven aus verschiedenen Bereichen wie der Botanik. Er schafft damit Bildwelten, die eine unvergleichliche Tiefe erzeugen. Über sein Vorbild Mark Rothko sagt Philip Taaffe, er habe eine Art und Weise gehabt, wie er Farbe verwendete: die Materialität des Werks, der Maßstab, das Kratzen in die Oberfläche, die Arbeit, das Durchscheinen des Leinwandgewebes, Tropfen, die in die falsche Richtung laufen. Rothko habe diese überragende Sorgfalt bei der Ausführung seiner Arbeit gehabt. Mit dieser Sorgfalt geht auch Taaffe zu Werke. Seine Sensibilität, mit einer Oberfläche zu arbeiten, verschafft den Betrachtenden eine „bewohnbare“ bildliche Situation (4).

Mona Jas

 

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