Jeppe Hein (2002)

Enlightment B (2022) | Jeppe Hein | Leihgabe der evn sammlung, Maria Enzersdorf |
Enlightment B (2022) | Jeppe Hein | Leihgabe der evn sammlung, Maria Enzersdorf | © Klaus Pichler

Material: Neonröhren, Bewegungsmelder. Edition 4/5. Größe: ø 50 cm, 162 × 261 cm (gerahmt)
*1974 in Kopenhagen, Dänemark; lebt und arbeitet in Berlin, Deutschland
Leihgeberin: evn sammlung, Maria Enzersdorf, Österreich

Enlightment b ist ein Leuchtkörper mit einem Bewegungsmelder von Jeppe Hein. In Papier, Stein, Schere erstrahlt sein Licht für diejenigen, die vom Aufzug kommen, über dem Eingangsbereich des Ausstellungsraums. Dann jedoch löscht der erste Schritt in den Raum das helle Licht und nur das Zurückweichen bringt das Objekt erneut zum Leuchten. Jeppe Hein lädt mit Enlightment b zur spielerischen Interaktion ein. Hein begann seine künstlerische Produktion mit minimalistischen Skulpturen, die er vermittels Interaktionen des Publikums zum Leben erweckte. Er schuf beispielsweise Bänke, die ausgelöst von dem Kontakt des Hinsetzens ihre Lage veränderten oder gar Nebel produzierten, er gestaltete öffentliche Wasserpavillons, die bei Bewegung eine trockene Öffnung für den Eintritt ließen und er konzipierte bewegte Wände und laufende Sockel.

„Trust the art work.“, beschreibt der Künstler seine Grundhaltung, „Sitz drauf.“ (1). Seit einigen Jahren hat er den sozialen Charakter seiner Werke noch stärker in den Fokus gestellt, „Wenn du mich fragst, dann arbeite ich jetzt noch mehr mit sozialen Fragestellungen und habe trotzdem meinen radikalen Minimalismus beibehalten. (…) Ich versuche damit, die sozialen Aspekte unserer Gesellschaft aufzudecken. Wie geht man mit sich selbst um, wie geht man mit Menschen um?“, fragt er sich. (2) Hieran anknüpfend sei auf ein partizipatives Kunstprojekt verwiesen, das er 2024 in der Kinderbiennale Dresden zeigte, Today I feel like. Dies sei nicht nur eine Frage, die er sich selbst jeden Tag stelle. Hein fragt auch die Besucher:innen, wie sie sich heute fühlen, und lädt sie ein, ihr entsprechendes Selbstporträt an die Wände des Museums zu malen. Dabei können diese ihre Stimmung visualisieren. (3) Wie wollen und wie können wir unsere Zukunft – mit Kunst – gestalten?

Mona Jas

 

Weitere Informationen 

  • Da JavaScript dekativiert ist, werden einige Inhalte nicht geladen.
  • Da dein Browser nicht supportet wird, werden einige Inhalte nicht geladen.
  • Auf Grund von zu geringer Bandbreite werden einige Inhalte nicht geladen.
  • Auf Grund von zu schwacher Hardware werden einige Inhalte nicht geladen.